die „Selfie“ Hochzeitsbilder – www.jamadi.de

20160506122648-_D8C5027Wer selbst fotografiert kennt genau das dumme Gesicht, das er sehr so oft auf Fotos hat, die andere von Ihm machen. Nicht, weil man unsicher ist und damit nicht zurecht kommt und das sage ich auch all meinen Workshop Teilnehmern immer wieder. Sie sollen sich viel fotografieren lassen, dass sie ein Gespür  dafür entwickeln, wie sich das vermeintliche Model eben so fühlt und was sie als Fotografen dafür tun können, eine gewisse Sicherheit auszustrahlen und diese auch dem Modell zu vermitteln.
Abgeschweift 😉 – Mein Gesicht auf Fotos ist eher immer das Erklärbär-Gesicht. Entweder will ich gerade noch eine Anweisung geben oder laufe schon zum Fotografen hin, weil er oder Sie den Eindruck vermittelt, als klappe etwas nicht.
Und nun stellt euch mich und meine Gesichter mal vor, wenn ich einen Fotografen buche, und das noch für mein Fachgebiet …
Das haben wir von Vornherein abgewählt und uns überlegt, wie weit wir mit Selfie – Techniken  kommen, ohne uns den Tag und auch die Laune und vor allem die Bilder zu verderben. 20160511195633-DSC03832
Dazu kommt ja dann auch noch, dass die Seebrücke in Sellin nun nicht wirklich der ruhigste Ort ist, um ein solches Experiment durchzuführen.20160506174916-_DSC6740
Was soll ich sagen – Dank Nikons Intervallaufname, der Sony und Nikon WiFi App und einiger Yongnuo  Spielzeuge hat das Ganze echt entspannt funktioniert. An sehr belebten Stellen wie der Seebrücke selbst – gibt man dann einfache einem Passanten (der am besten selbst ne SLR um die Schulter hat) die vorher eingestellte Kamera in die Hand und bittet um ein Foto. Nach dem üblichen Scherz, dass die Kamera ja super schwer ist und kurzen ‚Regieanweisungen‘ läuft das erstaunlich gut. Das entgegengebrachte Vertrauen, dass ihnen jemand mal einfach so ’ne 4tsd Euro Kamera in die Hand drückt, belohnen die Menschen nach unserer Erfahrung damit, dass sie sich wirklich Mühe geben.
Natürlich gibt es dann von den Motiven echt kaum Vielfalt und dadurch, dass man weiß wie man posen muss, bestimmt man das Bild ja dann auch selbst. Ein riesen Problem ist natürlich auch die Flut an Fotos, die es auszusortieren gilt, da die Kameras im HighspeedModus eingestellt sein sollten.
Aber trotzdem. Eigentlich waren wir darauf vorbereitet, die Fotos in einem späteren Ostseeurlaub im Jahr mit einem befreundeten Fotografen nachzuholen ( sehr amerikanisch :)) – was jetzt meiner Meinung nach nicht unbedingt notwendig ist.
seht selbst unter www.jamadi.de was aus dem Experiment geworden ist.

Zur Erklärung noch, warum wir nicht einfach jemand mit gebracht haben, dem wir vertrauen als Fotograf?
Der Hintergrund ist, dass wir die Hochzeit vollkommen alleine geplant hatten und das bis auf unsere Eltern auch niemand davon wissen sollte.